Aktuelles

Ball der Wiener Sängerknaben

Am 27. Jänner 2017 findet im Kursalon Hübner (Johannesgasse 33, 1010 Wien) der zweite Ball der Wiener Sängerknaben statt. In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) geben die „singenden Botschafter“ jedes Jahr einem Land eine besondere Stimme: 2017 steht Brasilien im Mittelpunkt dieses glanzvollen Abends. Anlass ist ein Jubiläum: Die Habsburger Erzherzogin Leopoldine traf vor 200 Jahren in Rio de Janeiro ein. Sie sollte in der Folge das Schicksal von Brasilien entscheidend prägen…

Der Ball wird mit dem Gesang der Wiener Sängerknaben eröffnet, zahlreiche Gäste und Freunde aus Kunst und Kultur werden erwartet. Die Eröffnung gestaltet die Tanzschule Elmayer. Unmittelbar vor dem Ball können Interessierte einen „Samba-Crash-Kurs“ mit Tanzprofi Tathiana Dos Anjos besuchen. Mehrere Highlights erwarten Sie während der Ballnacht.

Der wohl berühmteste Knabenchor der Welt blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück. Eine solche Tradition leben, heißt in die Zukunft gehen; Altes und Neues verbinden. Eine der Stärken der Wiener Sängerknaben ist die Musik der Familie Strauss, die für große Hofbälle geschrieben wurde. Sinn und Zweck dieser Bälle war es zusammen zu feiern, sich und den Gästen eine unvergessliche Nacht zu schenken und gemeinsam Gelder für gute Zwecke zu sammeln. Diese Tradition möchten die Wiener Sängerknaben fortführen und veranstalten deshalb jährlich einen Ball.

Plakat Ball der Wiener Sängerknaben
Bild: MuThPlakat Ball der Wiener Sängerknaben

"Korida" von Siniša Vidović

Passend zum Kulturjahr Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 des BMEIA ist seit 14. Oktober 2016 der gleichwohl berührende wie intensive Dokumentarfilm "Korida" des in Rijeka geborenen und in Österreich lebenden Regisseurs Siniša Vidović in ausgewählten österreichischen Kinos zu sehen (Termine unter www.korida.at). Dieser mehrfach preisgekrönte und von der Kritik hoch gelobte Film von archaischer Poesie und gesellschaftspolitischer Relevanz erzählt Geschichten rund um die 200-jährige, überaus beliebte Stierkampftradition der Korida. Dabei tritt, im Gegensatz zu den spanischen Corridas, tritt hier immer ein Stier gegen einen anderen Stier an - und es fließt kein Blut. Hunderttausende Menschen, Bosniaken ebenso wie Serben und Kroaten, pilgern alljährlich begeistert in die Arenen und fiebern dort bei den spannenden Spektakeln mit.

Der in bosnischer, serbischer, kroatischer und deutscher Sprache gedrehte 87 Minuten lange Dokumentarfilm (mit deutschen oder englischen Untertiteln) begleitet mehrere Personen zu Koridas und wirft einen einzigartigen Blick auf eine immer noch gespaltene Gesellschaft, die hier allerdings auf eine recht ungewöhnliche Weise - und durchaus erfolgreich - versucht, ihre von Kriegen bestimmte Vergangenheit zu verarbeiten. Ganz nach dem Motto: Drei Nationen, zwei Stiere, ein Kampf.

Bild: CEE FilmsKorida film still
Bild: CEE FilmsKorida film still
Bild: CEE FilmsKorida film still

„Donau Lounge" auf der BUCH WIEN 2016

Vom 9. bis 13. November 2016 wird - zum bereits fünften Mal - die „Donau Lounge" auf der BUCH WIEN eingerichtet, in der die MessebesucherInnen AutorInnen, Neuerscheinungen und aktuelle Donau-Themen hautnah miterleben können. Die Inhalte sowie das einzigartige Design verfolgen ein übergeordnetes Ziel: mehr Dialog, mehr Verständigung und mehr Zusammenarbeit im Donauraum!

Auf der Bühne der „Donau Lounge" werden heuer 40 Gäste aus über 10 Ländern der Region erwartet, wobei neben Lesungen auch ein prominent besetztes Podiumsgespräch zum hochaktuellen Thema „Bricht Europa auseinander" sowie Veranstaltungen im Zeichen des „Kulturjahres Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016" stattfinden werden. Das vollständige Programm der „Donau Lounge 2016" finden Sie hier als pdf-Download.

Diese Initiative des Collegium Hungaricum Wien, an der sich auch heuer wieder das BMEIA sowie EUNIC Austria beteiligen, fügt sich bestens in die Zielsetzungen der Europäischen Donauraumstrategie ein und ist mittlerweile auch zu einer „donauweiten“ Kulturmarke geworden: Neben Wien war sie bereits auf dem Bookfest in Bukarest (RO), der Buchwoche in Budapest (HU) sowie in Lviv/Lemberg (UA) und Târgu Mureș (RO) zu Gast. Für weitere bedeutende europäische Messen und Festivals, etwa in Serbien, gibt es bereits Zukunftspläne.

Logo Donau Lounge
Bild: BMEIALogo Donau Lounge
Logo BUCH WIEN 2016

„What is left?“ im frei_raum Q21

Wie sieht der Status Quo in Zeiten globaler ökonomischer, gesellschaftlicher und militärischer Krisen aus – und welche Lebensmöglichkeiten gibt es noch? Kuratiert von Gülsen Bal und Walter Seidl untersucht diese in Zusammenarbeit mit dem BMEIA entstandene Ausstellung, die am Donnerstag, den 22. September 2016 im  freiraum Q21 INTERNATIONAL eröffnet wurde, alternative Modelle zu aktuellen Lebensbedingungen sowie zu vorherrschenden politischen und finanziellen Systemen.
What is left?“ geht der Frage nach, wie kultureller Vielfalt künstlerisch Geltung verschafft werden kann, um einseitigen Formen eines post-globalen Denkens entgegenzuwirken. Was blieb aus den Utopien der vergangenen Jahrzehnte sowie einer „linken Bewegung“ und wie zwingen uns aktuelle politische Entwicklungen zu einem Umdenken hinsichtlich der Erwartungen an eine mögliche Zukunft? Die Arbeiten in der Ausstellung untersuchen, wie sich Individuen in einem System, in dem viele Lebensbereiche vordefiniert sind, Alternativen schaffen und sich gegen das vorherrschende Denken und Handeln richten.
Die eingeladenen KünstlerInnen (Halil Altındere (TR), Sabine Bitter & Helmut Weber (A/CAN), Jan De Cock (B), Petra Gerschner* (D), Mona Hatoum (PS/GB), Khaled Ramadan* (LB), Şener Özmen* (TR), Dimitar Solakov* (BG) und Nasan Tur (D/TR)) greifen jene Nischen bzw. Zwischenstufen der Existenz in unterschiedlicher Weise auf und liefern kritische, reflexive wie auch ironische Beiträge als Gegenmodelle zu normierten Lebensmustern.
What is left? ist noch bis 20. November 2016, jeweils Di - So von 13-16 und 16.30-20 Uhr bei freiem Eintritt im freiraum Q21 INTERNATIONAL/MuseumsQuartier Wien zu sehen.

*Artist-in-Residence des Q21/MQ

Bild: MQ/q21Plakat What is left?

Artist-in-Residence-Programm 2017 in Teheran

Das Österreichische Kulturforum Teheran stellt von Mai bis September 2017 fünf jeweils einmonatige Residence-Stipendien in Teheran zur Verfügung. Diese dienen dem Kennenlernen der iranischen Kunst- und Kulturszene sowie iranischer Kunstschaffender. Ziel der Residency ist die Realisierung eines eigenen Projekts, wobei Projekte mit Iran-Bezug oder im Kontext des interkulturellen Austauschs bevorzugt werden.
Die Ausschreibung richtet sich an Kunstschaffende, die einen starken Bezug zu Österreich haben, in Österreich wohnen, seit mindestens 5 Jahren als Kunstschaffende tätig sind und ihre Ausbildung bereits abgeschlossen haben. Kenntnisse der englischen Sprache werden vorausgesetzt. Die Altersgrenze für Bewerbungen ist grundsätzlich 40 Jahre.
Bewerbungen sind in den folgenden Sparten möglich:
• Bildende Kunst, Künstlerische Fotografie, Video- und Medienkunst, Film, Arts & Science & Technology
• Komposition, Musik
• Literatur, Kinder- und Jugendliteratur.
Bewerbungen sind bis spätestens 1. Dezember 2016 an das Österreichische Kulturforum Teheran, teheran-kf(at)bmeia.gv.at zu senden. Nähere Informationen können der Ausschreibung entnommen werden.  

Logo Kulturforum Teheran

Zum Tag des Kaffees - 28. September bis 6. Oktober 2016

Aus Anlass des „Tages des Kaffees“ am 1. Oktober fanden vom 28. September bis 6. Oktober 2016 Lesungen in traditionsreichen Wiener Kaffeehäusern statt. Eröffnet wurde dieses heuer zum bereits fünften Mal durchgeführte Projekt von EUNIC Austria, dem Verein der  in Wien ansässigen Kulturinstitute und Kulturabteilungen der Botschaften der EU Mitgliedstaaten, in Kooperation mit der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser, mit einer Auftaktveranstaltung am 28. September 2016 um 19 Uhr im Café Central, wo Robert Reinagl zu einer literarischen Reise mit musikalischer Umrahmung zum diesjährigen Thema „Fluchtpunkt" einlud.
An sieben weiteren Abenden fanden insgesamt elf musikalisch umrahmte Lesungen in Wiener Kaffeehäusern statt. In einigen Kaffeehäusern wurden zudem kulinarische Köstlichkeiten aus den vorgestellten europäischen Ländern angeboten. Am 3. Oktober 2016 um 19 Uhr las, veranstaltet vom BMEIA und der Botschaft von Bosnien und Herzegowina, Wolfram Berger im Café Griensteidl Texte von Theodor Kramer. Die musikalische Umrahmung kam aus Bosnien und Herzegowina, dem diesjährigen Schwerpunktland  der Österreichischen Auslandskultur.
Näheres zum Tag des Kaffees - und zum Wiener Kaffeehaus allgemein - können Sie im Artikel "Was Wien anders macht" nachlesen, der im Cafejournal 06/2014 erschienen ist.

Bild: EUNIC AustriaTag des Kaffees 2016 Booklet

Auslandskulturtagung 2016 - „VERNETZEN! Rund um die Welt. Rund um die Uhr"

Am 8. September 2016 fand - im Rahmen der Botschafterkonferenz 2016 - im platinum vienna (Untere Donaustraße 21, 1029 Wien) die Auslandskulturtagung 2016 statt. Sie stand unter dem Motto „NETZWERKEN! Rund um die Welt. Rund um die Uhr.“ Neben der Präsentation aktueller Schwerpunkte der Österreichischen Auslandskultur sowie einiger best practice Beispiele gelungener Projektarbeit beleuchtete die AKT 2016 einige gemeinsame Bemühungen Österreichs im Bereich von Wissenschaft, Bildung und Sprache.
Im Rahmen der AKT 2016 wurden auch die Neuauflage des Literaturempfehlungsprogramms des BMEIA, schreibART AUSTRIA, das das aktuelle österreichische Literaturschaffen einem breiten internationalen Publikum bekannt machen soll, die englische Ausgabe der im Vorjahr vorgestellten Publikation „KALLIOPE – Frauen in Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft“ sowie das „Jahrbuch der Österreichischen Auslandskultur 2015“ präsentiert.

Den Abschluss der AKT 2016 bildete der inzwischen bereits traditionelle „Treffpunkt Auslandskultur", das Netzwerktreffen von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen mit VertreterInnen der Österreichischen Auslandskultur (LeiterInnen der Kulturforen, Botschafterinnen und MitarbeiterInnen der Kultursektion des BMEIA).

Auf der Website der Auslandskulturtagung können Sie den Abend noch einmal Revue passieren lassen. entweder mit den Bildern in der Fotogalerie oder den Videos der AKT 2016. Im Archiv schließlich finden Sie eine Rückschau auf die AKT der Jahre 2009 bis 2015. Viel Vergnügen bei der Rückschau und auf Wiedersehen Anfang September bei der AKT 2017! 

Bild: floorfourLogo Auslandskulturtagung 2016

ÖSTERREICHISCHE KULTURSAISON IN BELARUS

Die Österreichische Kultursaison 2016/17 in Belarus, wo Anfang 2016 die Österreichische Botschaft in Minsk eröffnet wurde, setzt sich zum Ziel, die kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und Belarus zu fördern. Diese erstmalige so fokussierte österreichische Kulturpräsenz in Belarus umfasst die ganze Breite an kulturellen und künstlerischen Disziplinen und bietet ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm.

Österreich und Belarus sind aufgrund der Geschichte im gemeinsamen ostmitteleuropäischen Raum nicht nur politisch miteinander seit Jahrhunderten verbunden, sondern sie sind auch kulturell aneinander interessierte Partner, die sích immer wieder gegenseitig inspirierten - und inspirieren. Nach den in jüngerer Vergangenheit erfolgten Erleichterungen im Personenverkehr sind wir uns gewissermaßen noch näher gerückt und hat den künstlerischen Austausch erleichtert. Viele österreichische Kulturinstitutionen und Kunstschaffende haben selbst schon lange Belarus-Erfahrung, für andere ist die belarussische Kultur noch vollkommenes Neuland. Und genau hier möchte die Österreichische Kultursaison 2016/17 ansetzen und österreichische Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher künstlerischer Sparten im Verlauf eines Jahres nach Belarus bringen. Dabei soll nicht nur bereits etablierten Kunstschaffenden eine Plattform geboten, sondern auch ganz gewusst der künstlerische Nachwuchs gefördert werden.

Initiiert und organisiert wird die Österreichische Kultursaison 2016/17 vom Österreichischen Kulturforum Moskau und der Österreichischen Botschaft Minsk in Kooperation mit belorusssichen Partnern, unterstützt von einer Reihe von nationalen und internationalen Sponsoren.

Bild: BMEIALogo Österreichische Kultursaison in Belarus 2016/2017

„AJNHAJTCLUB“ im frei_raum Q21

Österreich feiert heuer das fünfzigjährige Jubiläum des Abkommens mit der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, das legale freiwillige Arbeitsmigration ermöglichte, was letztlich zum Phänomen der GastarbeiterInnen führte. Anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens dieser Community in Österreich und als Geste der Dankbarkeit gegenüber diesen Frauen und Männern aus der SFR Jugoslawien – nunmehr Slowenien, Kroatien, Serbien, Montenegro, Mazedonien sowie Bosnien und Herzegowina – eröffnete am 5. Juli 2016 im freiraum Q21 INTERNATIONAL der „AJNHAJ TCLUB" (ausgesprochen wie „EINHEITKLUB" in der Bedeutung „JEDINSTVO KLUB"). In Anlehnung an die Arbeiterklubs der GastarbeiterInnen, die nicht nur als Freiräume zur Förderung kultureller Identität und eines Zusammengehörigkeitsgefühls verstanden wurden, sondern auch der Nostalgie gegenüber der alten Heimat ein Ventil boten, verbindet „AJNHAJ TCLUB" die Geschichte dieser MigrantInnen mit ihrer heutigen Situation und ermöglicht dadurch

Nach dem internationalen Erfolg seines Projekts „FACELESS“ kehrt der Künstler und Kurator Bogomir Doringer mit dieser in Zusammenarbeit mit dem BMEIA und dem Österreichischen Integrationsfonds entstandenen Ausstellung ins MuseumsQuartier Wien zurück. In dieser werden Positionen von u.a. den folgenden Künstlerinnen präsentiert: ATK!* (BEL), Evelyn Benčičová (SVK) & Adam Csoka Keller (SVK/CAN), Ljubomir Bratić (AUT), Juan Pablo Cámara* (ARG/NLD) & Florentina Holzinger (AUT) & Michele Rizzo* (ITA/NLD), Leyla Cárdenas* (COL), Olga Dimitrijević* (SRB), Mladen Đorđević (SRB), HOR 29 Novembar (YUG/AUT) & Turbo Tanja (SRB/AUT), Nikola Knežević* (SRB/NLD), Marko Lulić (AUT), Claudia Maté* (ESP), Milan Mijalkovic (MKD/AUT), Miroslav Mikuljan (HRV), Vladimir Miladinović (SRB), Goran Novaković (AUT), Josip Novosel* (HRV), Bernd Oppl (AUT), Krsto Papić (HRV), Antonis Pittas* (GRC/NLD), Marta Popivoda* (SRB), Roberto Uribe-Castro* (COL/NLD), Addie Wagenknecht (USA).

Der „AJNHAJ TCLUB" wurde am Dienstag, den 5. Juli 2016 von Bundesminister Sebastian Kurz und MQ-Direktor Christian Strasser eröffnet und kann bis 5. September 2016, jeweils Di - So von 13-16 und 16.30-20 Uhr bei freiem Eintritt im freiraum Q21 INTERNATIONAL/MuseumsQuartier Wien besucht werden.

*Artist-in-Residence des Q21/MQ

Bild: q21/MQBernd Oppl crooked building_2015_Holz_Pigmentprint_Buettenpapier_40_135_70cm_small
Bild: q21/MQMilan_Mijalkovic_Der_Arbeiter_am_Mistkübel_2015_small

Zwischen Sarajevo und Banja Luka – neue Stimmen aus Bosnien-Herzegowina

Am 21. Juni 2016 treffen in einer Lesung im StifterHaus in Linz zwei Generationen bosnisch-herzegowinischer SchriftstellerInnen aufeinander, Tanja Šljivar aus Banja Luka und Mile Stojić aus Sarajevo; die Theaterautorin begegnet dem Lyriker und Essayisten und gemeinsam geben sie einen Einblick in das gegenwärtige literarische Schaffen Ihres Landes. Moderiert wird dieser Abend, der in Zusammenarbeit mit dem europäischen Netzwerk Traduki sowie im Rahmen des Kulturjahres Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 des BMEIA organisiert wurde, von Annemarie Türk. Die deutschen Übersetzungen der Texte werden von Birgit Schwamberger-Kunstas gelesen.

Tanja Šljivar, geboren in 1988, stammt aus Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska/Bosnien-Herzegowina. Sie hat die Fakultät für darstellende Kunst in Belgrad absolviert und studiert nun am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen. Viele Ihrer Theaterstücke wurden in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, in Deutschland und Spanien aufgeführt und erhielten nennenswerte Preise. Ihre Texte wurden ins Englische, Deutsche, Mazedonische, Polnische,Ungarische, Katalanische, Slowakische und Französische übersetzt. Auf Deutsch ist „Totgeboren“ in der Anthologie „Das Hemd 1863 – 1914 - 2014“ (Leykam 2014) erschienen.

Mile Stojić, geboren 1955, ist als Lyriker und Essayist bekannt geworden und lebt heute wieder in Sarajevo. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit kommentiert er das Zeitgeschehen in Zeitungen und Zeitschriften. Während des Krieges musste er mit seiner Familie Sarajevo verlassen und lebte zwischen 1993 und 2002 im Wiener Exil. Mile Stojić hat zahlreiche Buchveröffentlichungen vorzuweisen, zuletzt Cafe Nostalgija (Essays, Zagreb 2008) und Među zavađenim narodima (Gedichte, Zagreb, 2009). In deutscher Übersetzung liegen vor: In Schmerz mit Wut (bosnische Kriegsliteratur, Wien, 1996.), Fenster Worte, (Essays, Klagenfurt.1998); Das ungarische Meer (Gedichte, Klagenfurt- Wien, 2006), Cherubs Schwert (Gedichte und Essays, Leipzig, 2012), Via Vienna (Essays, Klagenfurt 2014). Darüberhinaus wurde seine Werke auch ins Polnische, Makedonische, Englsiche, Bulgarische und Italienische übersetzt. Die deutschen Texte werden gelesen von Birgit Schwamberger-Kunst den Abend moderiert Annemarie Türk.

Zeit: Dienstag, 21. Juni 2016, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich / StifterHaus, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz
EINTRITT FREI!

Bild: Q21Tanja Šljivar
Bild: Mile StojićMile Stojić

Lesung mit Lejla Kalamujić in Klagenfurt

Am 24. Mai 2016 las in der Reihe „Bibliothek Sarajevo – neue Stimmen aus Bosnien-Herzegowina" Lejla Kalamujić im Robert-Musil-Literaturmuseum in Klagenfurt aus dem Erzählband „Zovite me Esteban" / „Call me Esteban". Moderiert wurde dieser Abend, der in Zusammenarbeit mit dem europäischen Netzwerk Traduki sowie im Rahmen des Kulturjahres Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 des BMEIA organisiert wurde, von Annemarie Türk, die auch die deutschen Übersetzungen (von Mascha Dabic) las.
Lejla Kalamujić wurde 1980 in Sarajevo geboren, wo sie auch heute lebt und arbeitet. Studium der Philosophie und Soziologie. Schreibt für verschiedene Magazine und Web Portals in Bosnien-Herzegowina sowie anderen ex-jugoslawischen Ländern. In Bosnien-Herzegoinva sind zwei Bände mit Erzählungen erschienen, „Anatomija osmijeha "/ „The Anatomy of a Smile" (2009) und „Zovite me Esteban" / „Call me Esteban" (2015). Übersetzungen ihrer Texte liegen vor auf Englisch, Französisch, Polnisch, Rumänisch, Mazedonisch und Litauisch. Auf Deutsch kann man ihre Erzählung „Shakespeare wird in Sarajevo sterben" in der Anthologie „Bibliothekl Sarajevo" (Drava 2012) nachlesen. Lejla Kalamujić hat viele Auszeichnungen und Preise erhalten und wurde zu Residence-Aufenthalten eingeladen, u.a. im Frühjahr 2016 als Stipendiatin des BMEIA in das Artist-in-Residence-Programm im Museumsquartier Wien. 
Zeit: Dienstag, 24. Mai 2016, Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Robert-Musil-Literatur-Museum, Bahnhofstr. 50, 9020 Klagenfurt
Eintritt frei!

Bild: Dzenat DrekovicFoto Lejla_Kalamujic

Die Österreichischen Kulturforen stellen sich vor

In der Serie „Die Österreichischen Kulturforen stellen sich vor“ werden - in Kooperation mit mica - music Austria - von März bis Juni 2016 jede Woche drei Kulturforen bzw. deren Leiter/in sowie der/die für Musikprojekte zuständige Mitarbeiter/in am Kulturforum vorgestellt.

In Form eines Steckbriefs kann man dabei etwa erfahren, wie viele Anfragen das Kulturforum pro Jahr erhält oder was der erfolgreichste vom Kulturforum betreute Auftritt eines Ensembles aus dem Nachwuchsprogramm des BMEIA, „The New Austrian Sound of Music", in diesem Land war.

Die vorgestellten MitarbeiterInnen der Österreichischen Auslandskultur verraten in diesen Steckbriefen aber auch, wer ihre Top 5 Acts / MusikerInnen in dem Land sind, was die drei besten Konzert Venues vor Ort sind - und welchen Song sie gerne komponiert hätten.

Eröffnet wurde die Serie mit einem Interview mit Botschafterin Teresa Indjein, der Leiterin der Kultursektion des BMEIA.

Austrian Musik export
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Ausstellung „photo graz selection" in Wien

Die vom 21. April bis 4. Juni 2016 in der Galerie Photon in Wien zu sehende Ausstellung „photo graz selection" basiert auf der gleichnamigen Wanderausstellung mit 27 FotokünstlerInnen, die sich momentan auf Tour durch Städte in Süd/Ost-Europa befindet. Bisherige Stationen waren dabei Čakovec, Zagreb, Osijek, Vukovar, Novigrad (alle HR), kommende Präsentationen sind u.a. in Dubrovnik (HR), Novi Sad (SRB), Košice (SK), Sarajevo (BiH) und Belgrad (SRB) geplant.
Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs und Landeshauptstadt der Steiermark, hatte sich ab den 1950er Jahren zu einem Ort der Produktion und Vermittlung progressiver Fotografie entwickelt. Die ProtagonistInnen dieser Zeit trugen maßgeblich dazu bei, die Fotografie als Kunstform in Österreich zu etablieren, wichtige Institutionen und Kunstfestivals wie Camera Austria und steirischer herbst ) zu schaffen und so zu einem reichen Nährboden für zeitgenössische Kunst und Fotografie zu werden. 
Die Kulturvermittlung Steiermark widmet sich seit dem Jahr 2006 mit der biennalen Ausstellung „photo graz" kontinuierlich der Präsentation wie auch Förderung der aktuellen Fotoszene in Graz und der Steiermark. In Kooperation mit Österreichischen Kulturforen werden dabei jeweils die interessantesten Arbeiten gezeigt. In der aktuellen Schau machen seit vergangenem November 27 von Kurator Max Aufischer ausgewählte Positionen auf Fotofestivals, in Galerien und Museen in unseren Nachbarländern die ungemeine Vielfalt dieser Fotoszene sichtbar, stellen die Arbeitsweisen unterschiedlicher Altersgruppen einander gegenüber und geben deren aktuelle Themen und persönliche Ansätze wieder. Die darin vertretenen KünstlerInnen sind: Kitty Ackermann, Max Aufischer, Joerg Auzinger, can´t mar Corona, Noemí Conesa, G.R.A.M., Anaïs Horn, Christian KRI Kammerhofer, Markus Kehrer, Claudia Klučarić, Renate Krammer, Christian Lapp, Branko Lenart, Ulrike Neubauer, Bernd Oberdorfer, Zita Oberwalder, Klaus Pichler, Nicole Prutsch, Robert W. Sackl-Kahr Sagostin, Franz Sattler, Gregor Schlatte, Bernd Sieber, Gerhard Skrapits, Lea Titz, Veronika Tzekova, Andreas Vormayr, zweintopf.
Nähere Informationen zu dieser Ausstellung, die Teil des Kulturjahres Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 ist, finden Sie in diesem pdf!

Eröffnung: Donnerstag, 21. April 2016, 19:00 Uhr, Galerie Photon, Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien
Ausstellungsdauer: 22. April bis 4. Juni 2016, jeweils Mi - Sa von 12 bis 18 Uhr

Bild: KVSTKlaus Pichler
Bild: KVSTBranko Lenart

Vortrag „Hallo von drüben!" von Marko Stamenkovic

Am Dienstag, den 12. April 2016 um 18.30 Uhr hält der serbische Kunsthistoriker, Kritiker und Kurator Marko Stamenkovic im Raum D des Q21 im MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1017 Wien einen Vortrag mit dem Titel „Hallo von drüben! Europa, Migration und des Kaisers neue Kleider." Der Eintritt ist frei. Interessierte sich herzlich willkommen!
Darin erzählt er die kurze Geschichte einer auswärtigen Affäre zwischen Europa und seinem bezeichnenden Anderen, eine Einladung zum Denken und Überdenken in welchem Ausmaß beide Seiten in den sogenannten Integrationsprozess involviert sind, und wie weit dies für alle mit der Möglichkeit, ein „glamouröseres“ Leben zu führen, an dem jeder teilhaben kann, einhergeht. 
Marko Stamenkovic ist Kunsthistoriker, Kritiker und Kurator und im April 2016 als Artist-in-Residence im Rahmen der West-Balkan Kooperation mit dem BMEIA zu Gast im Q21/MuseumsQuartier Wien.

Bild: q21Curve

Ausstellung „As Rights Go By“ im MQ

Die in Kooperation mit dem BMEIA vom 15. April bis 5. Juni 2016 im MuseumsQuartier/freiraum Q21 INTERNATIONAL präsentierte Ausstellung „As Rights Go By – Über Rechtsverlust und Rechtlosigkeituntersucht Aspekte rechtlicher, sozialer und emotionaler Veränderungen im Verhältnis von BürgerInnen, Politik, Ökonomie und Gewalt. 

Die von Sabine Winkler kuratierte Ausstellung mit künstlerischen Arbeiten von Silvia Beck* (DE), James Bridle (GB), Petja Dimitrova (BG/AT), George Drivas (GR), Özlem Günyol*/Mustafa Kunt* (TR/DE), Nikita Kadan* (UA), Vladimir Miladinović* (RS), Yuri Pattison (IE), Lorenzo Pezzani und Charles Heller (IT, USA), Julien Prévieux (FR), Andrea Ressi (AT), Judith Siegmund* (DE), Lina Theodorou* (GR) und Carey Young (GB) untersucht die Folgewirkungen von Globalisierung, „Finanzialisierung" und Massenüberwachung auf Bürgerrechte und Menschenrechte sowie damit verbundene soziale und rechtliche Ungleichheiten.

Die Frage nach der Rechteverteilung stellt sich auch innerhalb des Systems der Kunst. Das Kunstsystem spiegelt die in der Gesellschaft zu beobachtenden sozialen und rechtlichen Ungleichheiten wider. Innerhalb ästhetischer Praxen spielt die Reflexion der eigenen Handlungsweise und Positionierung eine entscheidende Rolle, um rechtliche, soziale oder gesellschaftliche Asymmetrien in den Produktionsbedingungen sichtbar zu machen.

Weitere Informationen bieten die Presseaussendung sowie das Booklet zur Ausstellung.


As Rights Go By – Über Rechtsverlust und Rechtlosigkeitwird am 14. April 2016 um 19 Uhr eröffnet und ist bis 5. Juni 2016, jeweils Di - So von 13-16 und 16.30-20 Uhr bei freiem Eintritt im freiraum Q21 INTERNATIONAL/MuseumsQuartier Wien zu sehen.

*Artist-in-Residence des Q21/MQ

Bild: N. KadanNikita Kadan, Procedure Room, 2010, Installation, 8 Teller bedruckt (Detail)
Bild: q21As rights go by, Booklet

Ausstellung „Hosted Simply"

Am 3. März 2016 wurde im Ausstellungszentrum der Universität für angewandte Kunst Wien Heiligenkreuzer Hof die Ausstellung „Hosted Simply", eine Kooperation zwischen dem Österreichischen Kulturforum Warschau, der Akademie der Bildenden Künste Warschau und der Universität für angewandte Kunst Wien eröffnet. Bis 16. März 2016 sind Arbeiten von Karolina Bielawska, Zuza Golinska, Magdalena Golba, Michaela Grass, Sylvia Hirschvogel, Elisabeth Langeder, Magdalena Lazarcyk, Bastian Schwind, Lukas Thaler und Ada Zielińska zu sehen.

Kuratiert wurde die Schau, die im November/Dezember 2015 bereits im Spectrum Tower in Warschau gezeigt wurde, von Dobrila Denegri. Den Abschluss dieses bilateralen Kunstprojektes bildet die Präsentation des Ausstellungskataloges im Rahmen der Finissage am 15. März 2016 um 18 Uhr.

„Hosted Simply" ist eines von vielen möglichen Anagrammen, die sich aus den Wörtern „Thesis" und „Dyplom" bilden lassen und jenen wichtigen Moment im Studium einer Kunststudentin/eines Kunststudenten anzeigen, der dessen Ende markiert: den Studienabschluss. Und so bringt „Hosted Simply" AbsolventInnen der Akademie der Bildenden Künste Warschau mit AbsolventInnen der Angewandten Wien zusammen.

Bild: KF WarschauAusstellung hosted simply
Bild: KF WarschauAusstellung hosted simply

Buchpräsentation mit Dževad Karahasan

Am 29. Februar 2016 um 19 Uhr las der preisgekrönte bosnisch-herzegowinische Autor Dževad Karahasan im Rahmen des Kulturjahres Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 im Literarischen Quartier-Alte Schmiede aus seinem soeben beim Suhrkamp Verlag erschienenen Roman „Der Trost des Nachthimmels“ (aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Grießhaber, 2016). Moderiert wurde die Veranstaltung, eine Zusammenarbeit des Literarischen Quartiers-Alte Schmiede mit dem BMEIA, von Dr. Kurt Neumann, der im Anschluss an die Lesung ein Gespräch mit dem Autor führte.

In „Der Trost des Nachthimmels“ erzählt Dževad Karahasan die Geschichte des religiösen Fundamentalismus und des Terrors, die sich im 11. Jahrhundert in Isfahan, der Hauptstadt des Seldschuken-Reiches, zugetragen hat. Zentralfigur dieses und zweier weiterer Romane ist der Dichter, Mathematiker und Astronom Omar Chajjam, der im Gewirr von Hofintrigen, sozialen Spannungen und Bedrohungen durch äußere Feinde versucht, ein Leben in Wahrheit und Toleranz zu führen. Als er Jahrzehnte später Rechenschaft über sein Leben ablegt, ist das Reich zerfallen. Eine Terrororganisation, angeführt von einem seiner früheren Weggefährten, versetzt die Gegend in Angst.

Der 1953 in Duvno (ehem. Jugoslawien) geborene Dževad Karahasan ist Schriftsteller, Literaturwissenschafter und Übersetzer. Er hat Theaterwissenschaft und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Sarajevo studiert und an der Universität Zagreb promoviert. Danach arbeitete er als Dramaturg am Theater, war Kulturredakteur, hatte Dozenturen in Sarajewo, Göttingen und Salzburg und ist heute Professor für Literaturtheorie an der Universität Sarajewo. Von 1996 bis 2003 war Dževad Karahasan Stadtschreiber in Graz, wo er - neben Sarajewo - heute lebt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bruno-Kreisky-Preis 1995, den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2003 und die Goethe-Medaille 2012.

Literarisches Quartier-Alte Schmiede, Schönlaterngasse 11. Eintritt frei!

Bild: Suhrkamp VerlagCover Der Trost des Nachthimmels von Dzevad Karahasan

Lesung Writer-in-Residence Tanja Šljivar im quartier21

Am 25. Jänner 2016 um 19 Uhr fand im Raum D des Q21 eine szenische Lesung des Theatermonologs  „Totgeboren“ von Writer-in-Residence Tanja Šljivar (Bosnien und Herzegowina) in Anwesenheit der Autorin statt. Dabei schlüpft die Schauspielerin Ninja Reichert in die Rolle von Sophie von Chotek, Herzogin von Hohenberg. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Dolmetscherin und Übersetzerin Mascha Dabic. Hier finden Sie ein ausführliches Interview mit der Autorin, das Margit Mössmer im Vorfeld der Lesung mit Tanja Šljivar geführt hat.

Zum Text: In Monologform beschreibt die Gattin des österreichischen Thronfolgers den Tag, an dem sie in Sarajevo ermordet und jenen an dem sie in Artstetten beerdigt wurde. Was bedeutete es 1914 Frau zu sein und was bedeutet es heute? Hat sich hier überhaupt etwas verändert? Sophie spricht aus ihrer Sicht und bezieht Frauen aus der Gegenwart ein, Gwyneth Paltrow oder Jennifer Lopez oder die eigenen Töchter. Oder auch die reichen muslimischen Frauen in feinen Kleidern, die man in Sarajevo sah. Sophie spricht aus dem Grab zu uns. Sie hat ein totgeborenes Kind zur Welt gebracht, aber das Unvermögen der Sprache zu repräsentieren wird nicht zum Tod des Textes führen, denn Sophie soll erst anfangen zu uns zu sprechen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kulturjahres Österreich — Bosnien-Herzegowina in Kooperation des BMEIA mit dem quartier21 im Museumsquartier.

Bild: Q21Tanja Šljivar

Kulturjahr Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016

In verschiedenen Wellen – von 1966 an als GastarbeiterInnen und seit 1992 als vor dem Krieg, seinen Grausamkeiten und Nachwirkungen Flüchtende – sind aus Bosnien und Herzegowina über 200.000 Menschen nach Österreich gekommen und haben eine neue Heimat gefunden. Sie stellen die viertstärkste Gruppe von in Österreich lebenden ausländischen Staatsangehörigen dar.

Der Westbalkanraum ist eine Schwerpunktregion der österreichischen Auslandskulturarbeit. Zur besseren Akzentuierung gibt es seit dem Jahr 2015 jährliche Länder-Schwerpunkte mit einer verstärkten Vermittlungs- und Veranstaltungstätigkeit, insbesondere in den Bereichen neue Kultur- und Kunstverbindungen, Dialog- und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten, mit dem jeweiligen Land. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf Aktivitäten im Schwerpunktland selbst, ergänzt um einige gezielte Projekte in Österreich.

Nach Serbien im Jahr 2015 ist Bosnien und Herzegowina im Jahr 2016 Schwerpunktland der Österreichischen Auslandskultur. Angesichts der weiteren gemeinsamen Zukunft in Europa, der schöpferischen Kräfte und Herausforderungen mit Fragen von der Identität bis zur Globalisierung, wollen wir 2016 einander besser kennenlernen, in weit über 50 Einzelveranstaltungen, vornehmlich in Bosnien und Herzegowina, mit einzelnem Schwerpunktprojekten auch in Österreich.

Nähere Informationen zum Kulturjahr Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016 finden Sie in dieser Broschüre auf Deutsch bzw. auf Bosnisch/Kroatisch/Serbisch.

Und hier finden Sie Fotos von der Auftaktveranstaltung des Kulturjahr Österreich - Bosnien und Herzegowina 2016, die am 27. Jänner 2016 in Anwesenheit der Außenminister von Österreich und Bosnien und Herzegowina, Sebastian Kurz und Igor Crnadak, in der Arena21 im Museumsquartier stattgefunden hat.

Logo Kulturjahr Ö - BuH 2016
Bild: A. DonlagicLogo Kulturjahr Ö - BuH 2016

Ball der Wiener Sängerknaben

Am 16. Jänner 2016 fand im Kursalon Hübner (Johannesgasse 33, 1010 Wien) der erste Ball der Wiener Sängerknaben statt. In Zusammenarbeit mit dem BMEIA geben die „singenden Botschafter“ – gemäß dem Motto „Musik kennt keine Grenzen“ – jedes Jahr einem Land eine besondere Stimme: Diesmal drehte sich alles um Bosnien und Herzegowina, dem Land, dem die Österreichische Auslandskultur im Jahr 2016 einen Schwerpunkt widmet.

Bei diesem gesellschaftlichen Ereignis, bei dem die Musik die Hauptrolle spielte, traten - neben den Wiener Sängerknaben - auch einige Gäste und Freunde aus Kunst und Kultur auf. Dies sowohl aus Österreich als auch aus dem Gastland Bosnien und Herzegowina. Die von der Tanzschule Elmayer gestaltete Eröffnungspolonaise wurde von der Maturaklasse der Wiener Sängerknaben getanzt. Der Reinerlös des Abends kam dem Stipendienfonds der Wiener Sängerknaben zugute.

Der wohl berühmteste Knabenchor der Welt, der auf eine lange Tradition zurückblickt, und in dem Joseph Haydn und Franz Schubert als Knaben mitsangen, besteht heute aus rund 100 Sängerknaben zwischen 9 und 14 Jahren, die auf vier Chöre aufgeteilt sind und zusammen 300 Konzerte im Jahr vor fast einer halben Million ZuschauerInnen in aller Welt geben.

Ball der Wiener Sängerknaben
Bild: MuThPlakat Ball der Wiener Sängerknaben

Theaterfestival „Magie der Sprache"

Das vom Kulturnetzwerk EUNIC AUSTRIA organisierte Theaterfestival „Magie der Sprache" präsentiert interessante Werke zeitgenössischer DramatikerInnen aus ganz Europa. Vom 8. Oktober bis 1. Dezember 2015 stellen die folgenden neun europäischen Länder aktuelle Theaterstücke vor: Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine.
Alle Stücke werden in ihrer Originalsprache gezeigt und mit deutschen Übertiteln versehen. Die ZuschauerInnen kommen somit in den unmittelbaren Genuss des Zaubers der einzelnen Sprachen, was ein ganz wesentlicher Bestandteil eines vollkommenen Theatergenusses ist. Die Vielfalt der Sprachen versinnbildlicht aber auch - auf unmittelbare Weise - die kulturelle Vielfalt Europas.
Der österreichische Beitrag, „Romy Schneider - Zwei Gesichter einer Frau“, ein Solo-Abend von und mit Chris Pichler  ist am Donnerstag, den 12. November 2015 zu sehen.Sämtliche Aufführungen finden im Theater des
Italienischen Kulturinstitutes (Ungargasse 43, 1030 Wien), statt. Der Eintritt ist frei!
EUNIC AUSTRIA vereint 28 in Österreich ansässige europäische Kulturinstitute sowie Botschaften. Es wurde 2010 ins Leben gerufen und hat sich 2015 als österreichischer Verein konstituiert. Mit seinen 95 Clustern ist EUNIC ein erfolgreiches Beispiel für weltweite kulturelle Zusammenarbeit. Die EUNIC-Mitglieder arbeiten in den Bereichen Kunst, Sprache, Bildung, Wissenschaft und Entwicklung zusammen und möchten die Rolle der Kultur in Europa sowie den interkulturellen Dialog stärken.

Chris Pichler, "Romy"

Festival „Serbischer November" im Volkstheater Wien

Im Rahmen des „Kulturjahres Österreich-Serbien 2015“ veranstaltet das Volkstheater Wien vom 13. bis 16. November 2015 das Festival „Serbischer November". Dieser in Kooperation mit dem BMEIA organisierte Länderschwerpunkt lädt ein, Serbien als theatralen Raum, Gedächtnisort, Entstehungsstätte heutiger Kunst und Diskursraum neu kennenzulernen.

Neben Gastspielen, Projektpräsentationen, Filmvorführungen und der Konferenz „Theater während der Jugoslawienkriege" an der Spielstätte Volx/Margareten gibt es - am 14. November 2015 - auch ein Gastspiel des Jugoslovensko Dramsko Pozorište mit der Fakultät für dramatische Künste, Belgrad im Haupthaus: der Komödienklassiker „Der Verblichene / Pokojnik" von Branislav Nušić in einer Inszenierung des serbischen Regie-Jungstars Igor Vuk Torbica.

Nähere Informationen zu den einzelnen Programmpunkten finden Sie in diesem Programmfolder. Für Informationen zum Kartenverkauf folgen Sie bitte diesem Link!

„Europa : DIALOG" - Kulturpolitische Gespräche im Haus der Europäischen Union

Sind wir in Europa angekommen? Gibt es ein Europäisches Kulturbewusstsein? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich in der von Benedikt Weingartner moderierten und im Oktober 2014 gestarteten Gesprächsreihe „Europa : DIALOG" im Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien, prominente Persönlichkeiten aus Medien, Kunst und Kultur. Unter den bisherig Gästen waren Persönlichkeiten wie Raimund Löw, Harald Krassnitzer, Ildiko Raimondi, Barbara Coudenhove-Kalergi, Oscar Bronner, Ioan Holender, Erika Pluhar, Alexander Wrabetz, Dominique Meyer, Agnes Husslein-Arco, Martin Grubinger und Conchita Wurst.
Im Juni 2016 sind die folgenden Personen bei Benedikt Weingartner zu Gast:
Dienstag, 7. Juni 2016: Stefan Ruzowitzky, Filmregisseur und Drehbuchautor / Oscar-Preisträger
Dienstag, 14. Juni 2016: Ari Rath, israelisch-österreichischer Journalist und Publizist
Dienstag, 21. Juni 2016: Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina
Dienstag, 28. Juni 2016: Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin und Co-Herausgeberin „Der Standard“
Die Gespräche beginnen jeweils um 18.00 Uhr und dauern ca. 90 Minuten. Der Eintritt ist frei, allerdings wird um Anmeldung erbeten an: info(at)EuropaDIALOG.eu
 Vor Ort kann sich jeder und jede interaktiv mit Fragen und Anregungen an der Diskussion beteiligen: Die  schriftlichen Beiträge werden vor und während der Veranstaltung auf Fragekärtchen gesammelt und im letzten Teil des Gespräches berücksichtigt.
Nähere Informationen und Videomitschnitte aller Gespräche finden Sie unter www.EuropaDIALOG.eu

Folder "Europa : DIALOG mit …"
Bild: B. Weingartner"Europa : DIALOG mit ..."

Es war einmal... Rotkäppchens Reise durch Europas Sprachenvielfalt

Aus Anlass des Europäischen Tages der Sprachen am 26. September laden das Informationsbüro des Europäischen Parlaments und die Vertretung der Europäischen Kommission in Wien in Zusammenarbeit mit EUNIC Austria zu einer märchenhaften Veranstaltung am Dienstag, dem 22. September 2015, ins Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien ein.
Die Veranstaltung beginnt von 16 - 17.30 Uhr mit einem Nachmittagsprogramm für Kinder und Jugendliche, bestehend aus (Vor)-Leseecke, Rotkäppchen-Videos sowie Schmink- und Origami-Ateliers.
Die Abendveranstaltung für Erwachsene bietet ab 19 Uhr einen Vortrag, eine mehrsprachige und vielstimmige Lesung aus „Rotkäppchen“ sowie "Märchen, Mythen und Musik" von und mit Mercedes Echerer und Peter Rosmanith. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Programm. Anmeldung (mit Angabe ob für Nachmittag und/oder Abend) per E-Mail erbeten an: comm-rep-vie-veranstaltung(at)ec.europa.eu
Bereits seit 7. September - und noch bis 30. September 2015 - zu sehen ist im Haus der Europäischen Union (Montag bis Freitag von 9-17 Uhr) eine Rotkäppchen-Ausstellung in 30 Sprachen.

Plakat Rotkäppchen

„Levitate“ im MuseumsQuartier/freiraum Q21 INTERNATIONAL

Die in Kooperation mit dem BMEIA präsentierte Ausstellung „Levitate“ im MuseumsQuartier/freiraum Q21 INTERNATIONAL wird von Daria Khan (RUS) kuratiert. Die Schau versteht dabei die Idee der „Levitation“ als Ausdruck des politischen Widerstands, des Protests, der Freiheit.

Levitation kommt vom lateinischen „levitas“ und bedeutet Leichtigkeit oder Schweben. 1967 fand in den USA unter dem Titel „Levitate the Pentagon“ eine Aktion gegen den Vietnamkrieg statt. Eine Gruppe AktivistInnen wollte mit ihren Gesängen das Pentagon zum Schweben bringen und orange färben, um so die bösen Geister auszutreiben und den Vietnamkrieg zu beenden. Sie sangen Tag und Nacht, aber das Pentagon bewegte sich nicht obgleich manche danach behaupteten, es habe gezittert. Heute, angesichts von immer mehr Druck, Kontrolle und Überwachung, scheint dieses humorvolle Spektakel des Gemeinschaftsgefühls aktueller denn je.

„Levitate“ nimmt diese Aktion als thematischen Ausgangspunkt und konzentriert sich auf den theatralisch spektakulären Aspekt der „Levitation“. Im Schweben ist das vertikal hierarchische Prinzip implizit. Die Ausstellung dekonstruiert daher Gesellschafts- und Genderdominanz, Elitismus und Autorität. Die Arbeiten der insgesamt 14 internationalen KünstlerInnen (Iván Argote (COL), Anton Burdakov (GBR)*, Cooking Sections (ISR/ESP)*, Patrick Hough (IRL)*, Christian Jankowski (GER), Krištof Kintera (CZE), Emiliano Maggi (ITA)*, Cinthia Marcelle (BRA), Rä di Martino (ITA)*, Astrid Menze (GER)*, Raphael Montanez Ortiz (USA), Karthik Pandian (USA), Mona Vatanamu & Florin Tudor (ROU), Julijonas Urbonas (LTU)* spielen mit Magie und Illusionen, mit Täuschungen sowie den rituellen Handlungen, die dem Akt der „Levitation“ zu Grunde liegen. (*Artist-in-Residence des Q21/MQ)

Das Begleitprogramm der Ausstellung besteht aus Vorträgen, KünstlerInnengesprächen, Diskussionen und Führungen. Zudem haben die BesucherInnen die Möglichkeit, sich ihr persönliches „Levitations“-Paket in Form einer eigenen Gratis-Publikation zusammenzustellen. Ein Symposium am 21. November im Rahmen der VIENNA ART WEEK wird insbesondere die der Ausstellung zu Grunde liegenden philosophisch-begrifflichen Aspekte beleuchten und einen Überblick über die Geschichte der „Levitation“ sowie der Schlafforschung geben. Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie in dieser Presseaussendung.

Levitate! — Schwebe! ist vom 23. September bis 22. November 2015, jeweils Di bis So von 13 bis 16 Uhr sowie von 16.30 bis 20 Uhr im freiraum quartier21 INTERNATIONAL/MuseumsQuartier Wien bei freiem Eintritt zu sehen. Die Eröffnung findet am 22. September 2015 um 19 Uhr statt.
#levitate #freiraumQ21

Bild: Photo: Claire Dorn, Courtesy of the artist, D+T Project Gallery, Brussels and Perrotin Gallery, ParisIvan ARGOTE (COL), Hangover and extasy, 2014, Concrete, wood, gold leaf
Bild: Courtesy D+T Project Gallery (Brussels)Krištof Kintera, Weightlessness, 2012

Zum Tag des Kaffees - 28. September bis 2. Oktober 2015

Aus Anlass des „Tages des Kaffees“ am 1. Oktober finden vom 28. September bis 2. Oktober 2015 Lesungen in traditionsreichen Wiener Kaffeehäusern statt. Dieses nun zum bereits vierten Mal durchgeführte Projekt wird von EUNIC Austria, dem Verein der  in Wien ansässigen Kulturinstitute und Kulturabteilungen der Botschaften der EU Mitgliedstaaten, in Zusammenarbeit  mit der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser organisiert. 
An fünf Abenden lesen in jeweils zwei Kaffeehäusern bekannte SchauspielerInnen Lyrik aus jeweils zwei Ländern. Diese Lesungen werden musikalisch umrahmt. In einigen Kaffeehäusern werden außerdem kulinarische Köstlichkeiten aus den vorgestellten europäischen Ländern angeboten. 
Am 1. Oktober 2015 um 19 Uhr liest Robert Reinagl im Café Griensteidl Lyrik aus Österreich. Die musikalische Umrahmung kommt aus Georgien. Veranstaltet wird dieser Abend vom BMEIA in Kooperation mit der Botschaft von Georgien in Wien.
Näheres zum Tag des Kaffees - und zum Wiener Kaffeehaus allgemein - können Sie im Artikel "Was Wien anders macht" nachlesen, der im Cafejournal 06/2014 erschienen ist.

Plata Tag des Kaffees 2015

¿DON’T LOOK BACK IN ANGER!

Im Zentrum dieser Podiumsdiskussion am Dienstag, 25. August 2015 um 19 Uhr im Grillparzerhaus, Johannesgasse 6, 1010 Wien, steht die internationale kulturelle Zusammenarbeit als politischer Auftrag in Europa.

Moderiert von Ulrich Ladurner diskutieren Nenad Dimitrijević (Serbien), Fatos Lubonja (Albanien) und Ilija Trojanow (Bulgarien/Österreich) u.a. darüber welche Rolle grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit bei der Überwindung des im Südosten Europas tief sitzenden Misstrauens zwischen nächsten Nachbarn spielt. Weiters gehen sie Fragen nach wie: Welche Ansprüche sind an eine offene Vergangenheitsbewältigung in dieser postkonfliktären Region zu stellen, wie kann es gelingen, die Basis dafür – Liberalität, Pluralität und das Miteinander aller Beteiligten „auf Augenhöhe“ – zu festigen und zu manifestieren? Welche Rolle spielen die Ausformungen von Nationalpatriotismus und politischen Mythologien? Welche Chancen bestehen, an der Peripherie des institutionalisierten Europas offene zwischenstaatliche Fragen endlich zu beantworten? Kann die interregionale Zusammenarbeit in der Kultur- und Literaturförderung hierbei eine katalysierende Wirkung haben? Welche Rolle für den offenen gesellschaftlichen Diskurs in und zwischen den Ländern des Westlichen Balkan spielt der Austausch von Büchern und Übersetzungen als Form verschriftlichter, nicht flüchtiger Standpunkte?

Nenad Dimitrijević ist Professor für Politikwissenschaften an der Central European University in Budapest. Seine Schwerpunkte sind Verfassungstheorie und politische Theorie. Zudem befasst er sich seit längerem mit Fragen von Transitional Justice, Vergangenheitsbewältigung und moralischer Verantwortung. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Herausgeber von Textsammlungen hat er etliche Bücher veröffentlicht, etwa „Duty to Respond: Mass Crime, Denial and Collective Responsibility“ (2011).
Fatos Lubonja ist Autor und seit 1994 Verleger der Zeitschrift Përpjekja [Unterfangen] sowie Vertreter des Forums für Demokratie. Durch seine strikte, gleichsam konstruktive Kritik ist er einer der einflussreichsten Verfechter für Albaniens Weg in die Demokratie. Geboren 1951 in Tirana in eine Familie mit langer Tradition im intellektuellen Widerstand. Nachdem bei einer Hausdurchsuchung seine Tagebücher gefunden wurden, in denen er seine Kritik an Enver Hoxha festgehalten hatte, wurde er im Alter von 23 zu sieben Jahre Gefängnis verurteilt wegen „Agitation und Propaganda“. Den folgenden Gerichtsprozess beschrieb er in seinem dokumentarischen Roman „Zweites Urteil“, der 1996 auf Albanisch und 2009 auf Englisch erschien. Nach siebzehn Jahren Haft wurde Fatos Lubonja 1991 entlassen. Seitdem ist er in den Kampf für Menschenrechte involviert.
Ilja Trojanow, geboren 1965 in Sofia, ist einer der vielseitigsten deutschsprachigen Schriftsteller. Sein Roman „Der Weltensammler“ (2006) wurde ein Weltbestseller, zuletzt erschienen der Roman „EisTau“ (2011) und die Kurzgeschichten „Wo Orpheus begraben liegt“ (mit Fotografien von Christian Muhrbeck, 2013). Seit vielen Jahren verfolgt Trojanow die Geschichte und Geschicke seines Herkunftslandes Bulgarien. Das Reportagebuch „Die fingierte Revolution“ und der Fernsehfilm „Vorwärts und nie vergessen – Ballade über bulgarische Helden“ sind beeindruckende Zeugnisse dieser Beschäftigung. Im Herbst 2015 erscheint sein neuer Roman „Macht und Wiederstand“ im S. Fischer Verlag.
Ulrich Ladurner, geboren 1962 in Meran, Südtirol, ist seit 1999 Auslandsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, und lebt in Hamburg. Zuletzt erschienen: „Lampedusa. Große Geschichte einer kleinen Insel“, Residenz Verlag 2014.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom BMEIA sowie vom europäischen Netzwerk für Literatur und Bücher TRADUKI. Dieses wurde 2008 zur Förderung von Übersetzungen nach, aus und in Südosteuropa als gemeinschaftliches Projekt des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, des Bundeskanzleramts der Republik Österreich, von KulturKontakt Austria, des Goethe-Instituts und der S. Fischer Stiftung gegründet. Inzwischen zählen die Slowenische Buchagentur JAK, das Ministerium für Kultur der Republik Kroatien, das Ressort Kultur der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, die Kulturstiftung Liechtenstein, das Ministerium für Kultur der Republik Albanien, das Ministerium für Kultur und Information der Republik Serbien und das Ministerium für Kultur der Republik Rumänien ebenfalls zu den Trägern.  an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind. 

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Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts

Die in einer Kooperation des freiraum quartier21 INTERNATIONAL mit dem BMEIA und Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst Dresden organisierte, sowie von Andrea Domesle und Frank Eckhard kuratierte Ausstellung „Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts“ geht der Frage nach, inwieweit es zeitgenössischer Kunst zwischen Konstruktion, Referenz und Abbild möglich ist, das kulturelle Gedächtnis zu erweitern, zu korrigieren oder gar zu einer Wirklichkeitsfindung von Geschichte beizutragen. Gleichzeitig zeigen die Exponate veränderte, nicht gesellschaftskonforme Geschichtsbilder und verdeutlichen die Unterschiede von nationalen Erzählungen und Erinnerungskulturen über den Krieg.
Vorträge, Screenings, Artist Talks und Führungen ermöglichen zudem einen interdisziplinären Dialog über die Bedeutung des Ersten Weltkrieges. Ergänzend wird es im Rahmen der Ausstellung Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche geben. Folgende internationale KünstlerInnen sind mit Positionen vertreten: Kader Attia (FRA), Simone Bader (AUT), Marcin Berdyszak (POL), Nin Brudermann (AUT), Martin Chramosta (SUI), ETAGE (GER, Stefan Bombaci & Daniela Dietmann), Karen Geyer – Grauton (SUI), Sabine Groß (GER) Group San Donato (RUS, Oleg Blyablyas, Alexey Chebykin, Evgeny Umansky), Thibaud Guichard (FRA), Ruppe Koselleck (GER), Martin Krenn (AUT), Olga Alia Krulisova & Jana Morkovska (CZE), Anton Kuznetsov (RUS), François Martig (BEL), Radenko Milak (BIH), Mladen Miljanovic (BIH), Beate Passow (GER), Joachim Seinfeld (GER), Deborah Sengl (AUT) und Belle Shafir (ISR/GER). Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie in dieser Presseaussendung.
„Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts“ ist vom 3. Juni bis 16. August 2015, jeweils Di bis So von 13 bis 16 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr im freiraum quartier21 INTERNATIONAL bei freiem Eintritt zu sehen. Die Eröffnung findet am 2. Juni 2015 um 19 Uhr statt.

Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts
Bild: Grafik: milchhof/Michael RudolphAusstellung Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts

"Good Governance" Konferenz in Jerewan

Im Jahr 2011 wurde in Odessa eine Serie von Konferenzen ins Leben gerufen, die dem Thema „Gute Regierungsführung“ gewidmet sind. Internationale PolitikwissenschaftlerInnen, Mitglieder von Internationalen Organisationen und MitarbeiterInnen von NGOs  kommen seither einmal pro Jahr im Rahmen dieser Konferenzen zu einem Dialog über Konfliktprävention, Konfliktmanagement, gute Regierungsführung und Zivilgesellschaft zusammen. Bisher fanden vier Konferenzen statt, die vom Institut Go-Governance unter Beteiligung des BMEIA und der Stadt Wien mit einem lokalen Partner organisiert wurden.
Unzweifelhaft erlebte die Schwarzmeerregion und speziell der Kaukasus in den vergangenen Jahren eine wichtige politische, wirtschaftliche und soziale Wandlung. Allerdings sind die Nachwirkungen der vormals kommunistischen Regierungen, die Globalisierung und bewaffnete Konflikte weiterhin präsent. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, demokratiepolitische Themen wie Rechtsstaatlichkeit, Einhaltung der Menschenrechte, Pressefreiheit etc. anhand der aktuellen Situation in der Region zu beleuchten.
Das Pilot Projekt in Odessa/Ukraine fand im Sommer 2011 zum Thema „Good Governance in the Black Sea Region“ statt, 2012 folgte die Konferenz „The Culture of Governance“ in Tbilisi, 2013 „Governance and Dialogue“ in Istanbul und 2014 „Governance and Sustainable Democracy“ in Chisinau/Republik Moldau. Zu jeder dieser Konferenzen erschien eine vom Go-Governance Institute herausgegebene Publikation.
Die fünfte Konferenz dieser Reihe fand am 15. Mai 2015 in Jerewan/Armenien statt und war dem Thema „Good Governance and Participation“ gewidmet. Diskutiert wurden insbesondere die Beteiligung der Zivilgesellschaft am demokratischen Prozess im post-sowjetischem Raum, Bürgerbeteiligung sowie Protestkultur wurden anhand von Fallstudien beleuchtet und Best Practice Beispiele vorgestellt. Es ist geplant, auch zu dieser Konferenz eine Publikation herauszugeben. Ab 2016 wird sich die Konferenz-Reihe den Ländern des Westbalkan widmen.

Jerewan
Bild: M. SullyJerewan

"united nations extended - The Vienna Dialog"

Die in Kooperation mit dem BMEIA organisierte Ausstellung „united nations extended – The Vienna Dialog“ gibt einen Einblick in das Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik am Beispiel der Vereinten Nationen. Neben kritischen Stellungnahmen zeitgenössischer KünstlerInnen zeigt sie auch poetische und dokumentarische Arbeiten und gibt so einen breiten Überblick über künstlerische Positionen seit den 1990iger Jahren. Thematisiert werden auch die Sammlungen der Weltorganisation an ihren Standorten, darunter auch in Wien. Zusammengestellt von den KuratorInnen Signe Theill und Peter Winkels beschäftigt sich die Schau im freiraum quartier21 INTERNATIONAL im MuseumsQuartier Wien mit bildlichen und symbolischen Akten der Politik. Die Politikfelder, die die KünstlerInnen aus über einem Dutzend Ländern ins Visier nehmen, reichen vom Palästina-Konflikt über den Irakkrieg, den Völkermord in Ruanda, den Bürgerkrieg in Bosnien, das Flüchtlingsdrama an den EU-Grenzen bis hin zu Verbindungen von Privatem und Politischem im Umkreis der UN. Durch Vorträge, Screenings und KünstlerInnengespräche wird ein interdisziplinärer Dialog über die Bedeutung der Kunst im Kontext der Vereinten Nationen angestoßen. Weitere Informationen zur Ausstellung bieten die Presseaussendung und diese Karte zum Rahmenprogramm
„united nations extended – The Vienna Dialog“ ist vom 13. März bis 10. Mai 2015, jeweils Di bis So von 13 bis 16 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. 

Bild: Alfred Banze"H-O-P-E"

Auslandskulturtagung 2015 - „NEUES Suchen. Finden, Schaffen. Von der Kultur der Kreativität"

Die Auslandskulturtagung 2015 stand unter dem Motto „NEUES Sehen. Finden. Schaffen. Von der Kultur der Kreativität“ und fand am 2. September 2015 im Haus der Industrie, Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien statt. Im Rahmen eines Podiumsgespräches wurde das Thema Kreativität aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und die besonderen Lebenswelten der - zumeist jungen - Kreativen erkundet, die mit Kreativität und Innovation sowohl künstlerische als auch wirtschaftlich verwertbare Produkte schaffen. Den Auftakt bildete ein Festvortrag des Rektors der Universität für Angewandte Kunst Wien, Prof. Gerald Bast.

Den zweiten Programmschwerpunkt der AKT 2015 bildete die Präsentation ausgewählter Aspekte der Arbeit der Österreichischen Auslandskultur. Dabei wurden das „Jahrbuch der Österreichischen Auslandskultur 2014“ sowie die nächste Ausgabe des vom BMEIA im Jahr 2012 ins Leben gerufenen erfolgreichen Musikförderprogramms „The New Austrian Sound of Music“, und zwar für die Jahre 2016/2017, präsentiert. Schließlich wurde „KALLIOPE – Frauen in Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft“ vorgestellt, eine Publikation und ein neues Schwerpunkt-Programm, durch das die Kulturarbeit Österreichs im Ausland im Bereich der Unterstützung von Frauen verstärkt werden soll.

Den Abschluss bildete der inzwischen bereits traditionelle „Treffpunkt Auslandskultur", das Netzwerktreffen von KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen mit VertreterInnen der Österreichischen Auslandskultur (LeiterInnen der Kulturforen, Botschafterinnen und MitarbeiterInnen der Kultursektion des BMEIA). Fotos der AKT 2015 sowie Videomittschnitte des Tages können Sie auf der Homepage der Auslandskulturtagung an- und nachsehen. Viel Vergnügen!

Logo AKT 2015
Bild: floorfourLogo AKT 2015

"Tales of 2 Cities" im Jüdischen Museum Wien

Sechs KünstlerInnen aus Russland und Österreich (Olga Jitlina, Zenita Komad and the Unity Operators, Ekaterina Shapiro-Obermair, Haim Sokol, Hans Weigand und Alisa Yoffe) konfrontieren sich in der Ausstellung "Tales of 2 Cities" mit Objekten des 20. Jahrhunderts aus zwei Sammlungen in Moskau und Wien. Mit Mitteln der künstlerischen Recherche und im Dialog mit den KuratorInnen der beiden Sammlungen identifizieren sie Objekte, die zum Ausgangspunkt für neue künstlerische Projekte bzw. Objekte werden. Diese Sammlungen sind Speicher mit Dingen, die von verdrängten oder an den Rand gedrängten Geschichten erzählen.Das 1988 gegründete Jüdische Museum Wien, in dessen Mittelpunkt die jüdische Geschichte Wiens und Österreichs steht, und die 1990 entstandene Gesellschaft Memorial in Moskau, deren Archiv Dinge zur Geschichte der politischen Repression und der Verletzung der Menschenrechte in der UdSSR sammelt. Ziel der künstlerischen Recherche ist es, Dingen auf den Grund zu gehen, die zwar in ihrer sinnlichen Erscheinung heute einen vielleicht sogar täuschend ähnlichen Eindruck hinterlassen können, deren Geschichte sich aber mit zunehmend genauer Betrachtung stärker zu unterscheiden und widersprechen vermag.
Kuratiert wurde diese Ausstellung des Jüdischen Museums Wien, des Österreichischen Kulturforums Moskau und des Memorial Moskau von Astrid Peterle, Natalia Petrova und Simon Mraz. Zu sehen ist sie vom 21. Jänner bis 19. April 2015 im Museum am Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, Sonntag bis Donnerstag von 10:00 - 18:00 Uhr und Freitag von 10:00-14:00 Uhr. Samstags geschlossen.
Vom 16. September bis 5. Oktober 2014 war die Ausstellung bereits im Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst zu sehen.
Dieser TV-Bericht auf W24 bietet einen Vorgeschmack auf die Ausstellung.

Tales of 2 Cities, Plakat
Bild: JMWTales of 2 Cities, Plakat

„Die Besten aus dem Osten" - Folge 13

Folge 13 von „Die Besten aus dem Osten!“, einer theatralen und literarischen Erkundungstour des Volkstheater Wien in Kooperation mit dem BMEIA bringt die junge, alternative Theaterszenen der Ukraine & Israels nach Wien. Damit geht die von Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg 2007 ins Leben gerufene Kurzfestival-Reihe in die letzte Runde und bietet vom 9. bis 12. April 2015 in der Dependance Hundsturm ein vielseitiges Programm mit Gastspielen, Lesungen, Vorträgen, Publikumsgesprächen, Kulinarik, Getränke und Musik aus der Ukraine und Israel. Dabei werden zwei aktuelle Krisenherde an den Rändern Europas, zwei Länder, die eine ungeheure kulturelle Vielfalt bieten, thematisiert. So ist am 9. April 2015 das Kiewer Nationaltheater mit „Maidan Tagebücher“ der Autorin Natal’ya Vorozhbit unter der Regie von Andriy May zu sehen - und zu erleben. Das Stück hatte im Dezember 2014 in Kiew Premiere und wurde bereits als Gastspiel vom Thalia Theater Hamburg sowie in einer reduzierten Version vom Berliner Maxim Gorki Theater eingeladen. Während der gesamten Dauer dieses Kurzfestivals warden aktuelle Arbeiten des Kiewer Fotokünstlers Sasha Kurmaz ausgestellt. Am 10. April 2015 reflektiert Jurko Prochasko in seinem Vortrag über die aktuelle politische Lage in der Ukraine. Der Literaturwissenschaftler und Psychoanalytiker gilt als wichtiger kultureller Vermittler, der sich aktiv für die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzt. Den Israel-Schwerpunkt am 11. April 2015 leitet die bekannte Wiener Philosophin und Publizistin Isolde Charim mit einem Vortrag ein. Im Zentrum des Abends steht der israelische Autor und Regisseur Eyal Weiser mit seinem Stück „This is the Land. The Zionist Creation Reject’s Salon“. Es ist ein fiktives Regiefestival, das eine Reaktion auf den „Zionist Creation Award“ darstellt, einen vom israelischen Ministerium für Kultur und Sport ausgelobten Wettbewerb, der 2011 eine hitzige öffentliche Debatte in Israel auslöste. Das Stück war u.a. 2013 beim israelischen Theaterfestival und 2014 bei „Radikal Jung – Das Festival junger Regisseure“ des Münchner Volkstheaters eingeladen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Programm.
Karten: (01) 52 111-400; 1-Tagespass € 12 / 2-Tagepass € 19 / 3-Tagepass € 24 / Sonntags-Brunch: € 7

This is the Land
Bild: Gadi DagonThis is the Land

Kulturjahr Österreich Serbien 2015

Die heutige enge Partnerschaft und Freundschaft zwischen Österreich und Serbien hat ein Fundament, das auf den vielfältigen historischen, kulturellen und menschlichen Verbindungslinien zwischen den beiden Ländern aufbaut. Rund 300.000 Personen in Österreich haben serbische Wurzeln, und Österreich ist einer der wichtigsten Unterstützer Serbiens auf dem Weg in die EU.
Um dieser Verbundenheit auch kulturell Ausdruck zu verleihen, ist Serbien im Jahr 2015 Schwerpunktland der Österreichischen Auslandskultur. Durch eine verstärkte Veranstaltungstätigkeit des Österreichischen Kulturforums Belgrad wie auch durch die Förderung von serbischen Künstlerinnen und Künstlern und Veranstaltungen der Präsentation serbischer Kultur in Österreich soll die österreichische Kultur in Serbien und die serbische Kultur in Österreich sichtbarer und erfahrbarer werden. Dabei wird der Blick sowohl zurück in die gemeinsame Geschichte im 19. Jahrhundert als auch nach vorne zur Gegenwartskunst gerichtet sein. So viele Kunstsparten wie möglich, von der Bildenden Kunst über Theater und Musik bis hin zur Architektur und Literatur sollen bei dieser gemeinsamen Betrachtung vertreten sein. Einen kleinen Vorgeschmack gibt dieser Teaser-Folder.

Logo Kulturjahr Österreich Serbien 2015
Logo Kulturjahr Serbien Österreich 2015

Forum Auslandskultur

Im Rahmen einer Kooperation der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA mit Radio Klassik. Stephansdom läuft von September 2014 bis Dezember 2015 die Sendereihe "Forum Auslandskultur". In jeweils einstündigen Features wird die Arbeit der Österreichischen Kulturforen im Ausland vorgestellt. Zu hören sind diese an jedem 2. Sonntag im Monat von 15-16 Uhr auf der Frequenz 107,3, mit einem Da Capo am darauffolgenden Mittwoch von 21-22 Uhr. Neben der Ausstrahlung im Radio können die Sendungen auch weltweit im Internet im Livestream gehört werden.
Begonnen hat die Sendereihe am 14. September 2014 mit einem Interview mit Bot. Martin Eichtinger, dem Leiter der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA, über die Österreichische Auslandskulturarbeit im Allgemeinen sowie die Auslandskulturtagung 2014 im Besonderen. In den weiteren Sendungen wurde bzw. wird die Arbeit eines Kulturforums vorgestellt.
Die weiteren Sendetermine des Jahres 2015 sind: 13. September 2015: Interview Botschafter Wolfgang Waldner und Nachbericht zur Auslandskulturtagung 2015, 11. Oktober 2015: ÖKF Tel Aviv, 15. November 2015: ÖKF Mexiko, 13. Dezember 2015: ÖKF London
Im Verlauf der Sendereihe insgesamt zu hören gewesen sind Beiträge aus den ÖKF RomÖKF Teheran, ÖKF Moskau, ÖKF Istanbul, ÖKF Prag, ÖKF Tokio, ÖKF New York & ÖKF Washington, ÖKF Zagreb, ÖKF Warschau und ÖKF Brüssel.

Bild: RKSDLogo Radio Klassik Stephansdom

„Bewegte Beziehungen"

Vom 10. bis 27. März 2015, jeweils Mo-Fr von 10-15 Uhr, ist im Kunstraum Palais Porcia, Herrengasse 23, 1010 Wien, die Ausstellung „Bewegte Beziehungen“ zu sehen. Diese im Rahmen des „Kulturjahres 2015 • Österreich - Serbien“ vom Österreichischen Kulturforum Belgrad in Kooperation mit dem serbischen Institut für Zeitgeschichte und dem Stadtmuseum Belgrad erarbeitete Ausstellung beleuchtet die Beziehungen zwischen Serbien und Österreich in ihrer langfristigen Dimension.
„Der Balkan beginnt am Rennweg…“ Dieses Fürst Metternich zugeschriebene Zitat hat sich in der Geschichte immer wieder als treffend herausgestellt. Die Entwicklungen am Balkan, und damit auch in Serbien, hatten nämlich stets auch Auswirkungen auf Österreich - und umgekehrt; dies sowohl in politischer als auch wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Die in dieser Ausstellung präsentierten Objekte und Schautafeln zeigen, dass sich nach der Gründung des Fürstentums Serbien Anfang des 19. Jahrhunderts auf zwei Ebenen äußerst enge kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Verbindungen mit Österreich entwickelt haben: staatlich mit Österreich als übermächtigem Nachbarn - und zeitweise aktivem Förderer - Serbiens, sowie mit der serbischen Bevölkerung der Donaumonarchie. Innerhalb der damaligen Grenzen Österreichs entfalteten sich serbische Sprache, Religion und Kultur zu neuer Blüte und mit der „Woiwodschaft Serbien“ gab es - zumindest temporä - sogar ein eigenes Kronland. Die Ausstellung stellt aber auch dar, wie sich die politischen Interessen um 1900 im engen serbisch-österreichischen Beziehungsgeflecht immer konträrer entwickelten - und schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Die Politik hatte versagt, doch die kulturellen Bezüge blieben aufrecht und bis heute bildet die Kultur die Basis für die überaus freundschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und Österreich.

Bild: BMEIAPlakat Bewegte Beziehungen

„Post Colonial Flagship Store (PCFS)“ im freiraum quartier21 INTERNATIONAL - 3.10. bis 23.11.2014

Das von Sven Kalden und Georg Klein kuratierte, interdisziplinär angelegte Ausstellungsprojekt „Post Colonial Flagship Store (PCFS)“ im freiraum quartier21 INTERNATIONAL liess künstlerische Arbeiten aus zehn Ländern in einer Warenwelt-Camouflage auftauchen und setzte sich mit einem neuen, verdeckten Kolonialismus auseinander.

Was vor 100 Jahren der Kolonialwarenladen war, ist heute der Flagshipstore, der eine „saubere“ Konsumwelt anbietet, die jedoch allzu oft auf der Ausbeutung von Billiglohnländern beruht. Präsentiert wurden die Arbeiten der KünstlerInnen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika als „Verkaufsprodukte“ oder „Dienstleistungsagenturen“ in einer Shopping Mall, die moderne Form des Kolonialwarenladens.

Nähere Informationen zum Nachlesen über diese in Kooperation mit dem BMEIA vom 3. Oktober bis 23. November 2014 präsentierten Schau, die auf überaus großes Publikums- und Medieninteresse gestoßen war, finden Sie in dieser Presseaussendung.

Q21 Je les vois grands

Donau Lounge auf der BUCH WIEN 2014

Vom 13. bis 16. November 2014 war zum bereits dritten Mal die "Donau Lounge" auf der BUCH WIEN eingerichtet. Die MessebesucherInnen konnten dort namhafte AutorInnen, Neuerscheinungen und viele aktuelle Themen aus zehn Donauländern erleben, wie etwa das 25-Jahr-Jubiläum des großen politischen Umbruchs in Mittelosteuropa im Jahre 1989. Das genaue Programm der "Donau Lounge 2014" finden Sie hier als pdf-Download.
Diese Initiative des Collegium Hungaricum Wien, an der sich auch heuer wieder das BMEIA sowie EUNIC Austria beteiligt hatten, fügt sich bestens in die Zielsetzungen der Europäischen Donauraumstrategie ein - und hat sich bereits zu einer regionalen Kulturmarke entwickelt: 2013 besuchte die "Donau Lounge" die Buchmessen des rumänischen Târgu Mureș und des ukrainischen Lviv/Lemberg, 2014 das Bookfest in Bukarest. Im September 2014 gastierte die "Donau Lounge" als Schwerpunktprogramm auf dem Internationalen Buchforum Lviv/Lemberg.

Donau Lounge
Bild: BMEIALogo Donau Lounge

Auslandskulturtagung 2014 - "Nur MuTh, brich auf! Chancen und Wege im Ausland"

Wir danken den zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern der Auslandskulturtagung 2014 im MuTh, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben. Für all jene, die bei diesem Zusammentreffen der Österreichischen Kulturdiplomatinnen und Kulturdiplomaten des BMEIA nicht dabei waren (und für die, die sich das gerne noch einmal ansehen möchten), haben wir Fotos und Videos zum Nachsehen auf die AKT Website gestellt. Damit können Sie in aller Ruhe nachhören was fünf Künstlerinnen und Künstler sowie ein Wissenschaftler im Rahmen einer performativen Podiumsdiskussion darüber erzählten, was sie bewegt ins Ausland aufzubrechen - und was dies für ihre berufliche Weiterentwicklung und professionelle Vernetzung bedeutet hat. Ebenfalls nachsehen können Sie den Festvortrag von Galerist Thaddaeus Ropac und die Präsentation des Jahrbuchs der Österreichischen Auslandskultur des Jahres 2013. Eine Kurzzusammenfassung der AKT 2014 bietet Ihnen der folgende Video- Rundblick. Schließlich können Sie einen Blick in die Preisverleihung des Intercultural Achievement Awards am 3. September 2014 im Porgy& Bess werfen.

Logo Auslandskulturtagung 2014

Nachlese zum Europa-Forum Wachau 2014

Unter dem Motto „Demokratie in Europa - Wir haben die Wahl" diskutierten vom 17. bis 18. Mai 2014 beim Europa-Forum Wachau mehr als 400 TeilnehmerInnen über die Herausforderungen Europas.

Zum Nachlesen finden Sie hier die beim Europa-Forum Wachau 2014 verabschiedete "Göttweiger Erklärung 2014" sowie die Rede von Autorin Zdenka Becker mit dem Titel "Alle Menschen werden Brüder...".

Ansicht Stift Göttweig